Die Auftaktveranstaltungen im Rückblick und

Festival Dankeschön!


Die Auftaktveranstaltungen des Festivals sind über die Bühne gegangen. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an die Mitwirkenden, an das gesamte Team und an alle Künstler, die ihre Kreativität beigesteuert haben.



Mit der deutschen Messe in G-Dur von Franz Xaver Gruber haben wir am Sonntag, 24. November 2019 festlich „Gruber and more 2019/2020“ eröffnet. Mit dem Herausholen aus dem Archiv des Stille Nacht Museums Hallein, der Transkription und Aufführung hat der KammerChor KlangsCala diesen historischen Schatz Salzburger Musikgeschichte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der charakteristische Klang der KlangsCala brachte den Kirchenraum mit seiner Kraftfülle und mit seinem Reichtum an Farben zum Schwingen. Ein Beginn nach Maß!



Die Orgelmeditationen am 8. Dezember 2019 mit Markus Stepanek an der Orgel spannten einen stimmungsvollen und berührenden Bogen von Johann Sebastian Bach bis Olivier Messiaen. Ein Nachmittag voller Klangerlebnisse. Stepanek verwandelte mit den Registern der Gruberorgel den berühmten Weihnachtszyklus von Olivier Messiaen in eine Klangwolke, die die Zuhörer geradezu überwältigte. Er vermittelte mit den Meditationen eine faszinierende Stimmung von Ruhe, Transzendenz und großer Freude. Nicht umsonst gilt Messiaens Musik längst als „Klassiker“ der Orgelliteratur. Der Salzburger Literat Walter Müller entwickelte aus den Momenten heraus einen gemeinsamen Raum, in dem Dialog zwischen Musik und Literatur stattfand.



Beim Konzert „Unterwegs“ am 15. Dezember 2019 feierten wir mit Helmut Zeilner, seinem Chor KlangsCala und Freunden in der Stadtpfarrkirche Hallein seinen 5o-zigsten Geburtstag. Groß und illuster war die Zahl der musikalischen Gratulanten: Florian Beer und Saskia Lermer, Violine. Silvia Hagen, Viola. Detlef Mielke, Violoncello. Karin Schörghofer, Oboe. Georg Winkler, Klarinette. Francesca Cardone, Klavier. Gerhild Zeilner, Sopran. Georg Dürnberger, Tenor. Ortwin Zeilner und Richard Rauscher, Rezitation. Walter Müller, Moderation. Im Fokus des Konzertes standen Helmut Zeilners Lieder, die den Menschen in all seiner Verletzlichkeit, Liebe, Emotionen, Schmerz und Kränkungen beschreibt. Rafaela Seywald rezensierte: Jede Silbe ist erfüllt mit Leben, jeder Ton sprüht vor Energie. Durch die gekonnte Feder verschiedener deutscher Sprachkünstler entstehen aus Silben Worte und Texte; durch Helmut Zeilners kompositorisches Feingefühl aus Tönen Harmonien und Dissonanzen. Wort und Musik verschmelzen zu einer innigen Klangwelt, in der man Wohlvertrautem und Fremden begegnet, in der man träumt und hofft, weint und lächelt. Die enge Verbundenheit zwischen dem KammerChor KlangsCala und seinem Chorleiter wird vor allem bei dessen eigenen Werken deutlich spürbar. Das Ensemble – generationsübergreifend vereint – begibt sich auf eine intensive Reise durch die Emotionen, Nuancen und Besonderheiten der Kompositionen von Helmut Zeilner. Eine Reise, auf der das Gefühl des erwartungsvollen Unterwegs-Seins omnipotent ist.



Die Reprise „Gruber & Mohr“ am 21., 22. und 23. Dezember 2019 mit den Halleiner Puppenspielern und den Salzburger Chorknaben und Chormädchen begeisterte. Die jugendlichen Stimmen und die Akteure mit den Puppen, die zu einem wunderbaren Ensemble zusammengewachsen sind, ließen poetische Nachmittage von unglaublicher Spannung, voller Virtuosität und bestechender Klarheit erstehen. Es wurde spürbar, dass dieses Musiktheater mit historischen Bezügen zu einem Halleiner Kulturjuwel herangewachsen ist und gemessen am sonstigen lokalen urbanen Innovationsturbo eine geglückte Entdeckung ist.